Wo ist es hin????

Ich bin mir sicher, ich habe es hier angeschlossen. Ich schaue mich um. Da sehe ich mein Schloss auf der Erde liegen, durchtrennt.

Gelesen habe ich schon oft davon, aber selbst Opfer werden? Nun bin ich es.

Also ab zur Polizei und es als gestohlen melden, in dem bisschen Resthoffnung, es taucht einfach wieder auf. Natürlich taucht es nicht wieder auf. Die Wenigsten haben das Glück, ihr Rad wieder zu sehen.

Nun habe ich mir ein neues Rad gekauft, und „Toi toi toi“ ich habe es noch.

Ich habe mehr Geld für mein Schloss ausgegeben und passe auf, dass es möglichst nicht lang an öffentlichen Orten angeschlossen ist. Aber es reichen meist 5 Minuten, dann ist auch ein gutes Schloss geknackt. Profis haben da schon das entsprechende Werkzeug. So bleibt mir immer die Unsicherheit, ob mein Rad noch da ist, wenn ich wiederkomme?

So wie viele auf ihr Auto angewiesen sind, bin ich es auf mein Fahrrad und ich bin damit nicht alleine. Der Radverkehr auf Kiels Straßen nimmt zu. Stelleweise ist es schwierig, einen Stellplatz zu bekommen und man muss Improvisieren.

Wenn ich mich nun unter Radfahrern umhöre, lerne ich so gut wie niemanden kennen, der mein Schicksal nicht mindestens einmal teilen musste.
Eine Freundin hat besonders viel Pech, nicht nur, dass ihr schon zwei Räder innerhalb kürzester Zeit geklaut wurden. Jetzt hat man ihr neues Rad demontiert (Das Schloss war wohl zu gut für die Diebe). In solchen Fällen überlegt man sich es eventuell noch einmal, ob man mit dem Rad zur Arbeit fährt, wenn man so seinen Feierabend präsentiert bekommt. Man will ja auch nicht, nur wegen solcher (entschuldigt den Ausdruck) Idioten, mit einem alten Klapperrad unterwegs sein, aber scheinbar ist das die einzige Alternative.

Die Polizei in Kiel nimmt dieses Thema mittlerweile sehr ernst und hat auch schon eine SOKO namens „Speiche“ eingerichtet. Aber auch diese kann eben nicht 24 Stunden auf mein Fahrrad aufpassen.
(Ich werde mich bemühen, ein Interview mit einem aus der SOKO zu bekommen und dieses dann zu veröffentlichen)

Nun bleibt die Frage, ob es Sinnvoll ist strukturiert größere Überwachte Parkflächen zu schaffen nach dem Prinzip Umsteiger. Ich persönlich stelle mein Rad sehr gern dort ab um meine Tätigkeiten in der Stadt zu erledigen und den Euro ist mir die Sicherheit meines Rades auf jeden Fall wert.
Nun ist es aber in Kiel meines Wissens, die einzige öffentliche Einrichtung in der man sein Rad überwacht abstellen kann, sprich man ist auf das Zentrum beschränkt.
Da wir aber nicht nur im Zentrum unsere Räder abstellen, sondern es noch andere Ballungszentren gibt, in denen natürlich dann auch die Diebstahlquote höher ist, wäre eben eine Idee, auch dort solche Parkhäuser für Räder zu errichten.